FORSCHUNGSPROJEKTE WIR GESTALTEN ZUKUNFT

AUF EINEN BLICK:

Projekt Connecta:
Nächste Generation der Zugsteuerung

Projekt AStriD:
Autonome Straßenbahn im Depot

Projekt MBPLE4Mobility: Modellbasiertes System Engineering und automatisierter Fahrbetrieb für Züge

Wir arbeiten an dem Ziel, den Schienenverkehr als tragende Säule der Mobilität von morgen nachhaltig zu stärken. Ob Verbesserung für Passagiere, Betreiber, Fahrzeugbauer oder Komponentenlieferanten, mit Software und Technologie wollen wir einen entscheidenden Beitrag leisten. Deshalb arbeiten wir an bedeutenden nationalen und internationalen Forschungsprojekten mit. Diese BMWK-, BMDV- und EU-finanzierten Projekte haben zum Ziel, die Schienenfahrzeugtechnik an den Herausforderungen der künftigen Jahrzehnte auszurichten.

PROJEKT MBPLE4MOBILITY: MODELLBASIERTES PRODUKTLINIEN ENGINEERING UND AUTOMATISIERTER FAHRBETRIEB FÜR ZÜGE

PROJEKTZIEL:

Die Automatisierung des Schienenverkehrs hat eine hohe Bedeutung für die Mobilität der Zukunft. Dazu ist es erforderlich, eine hohe Variantenvielfalt im Entwicklungsprozess zu beherrschen. Ziel des Projekts ist es zum einen, die Ansätze des modellbasierten Systems Engineerings (MBSE) und des Product Line Engineerings (PLE) zu modellbasiertem Produktlinien-Engineering (MBPLE) zusammenzuführen. Zum anderen, MBPLE in Entwicklungsprozessen für Systeme des automatischen Fahrbetriebs (ATO) anzuwenden und zu erproben.

PROJEKTPARTNER:

UNSER BEITRAG:

Wir untersuchen Ansätze zur Abbildung von modellbasierten Schnittstellen für die am automatisierten Fahrbetrieb beteiligten Systeme. Mit Hilfe der neu gestalteten MBPLE-Entwicklungsprozesse realisieren wir eine adaptive Kommunikationsbrücke zwischen Zugsicherung und Fahrzeugsteuerung auf Basis einer echtzeitfähigen, virtualisierten Plattform. Unser Prototyp wird eine Kommunikation verschiedener Standards untereinander ermöglichen. Der entscheidende Fortschritt liegt im universellen Einsatz unabhängig von Zugsicherungs- und Fahrzeugsteuerungs-Varianten.

Eine Projektübersicht finden Sie hier auf Seite 40.

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MODELLBASIERTES Produktlinien ENGINEERING UND AUTOMATISIERTER FAHRBETRIEB FÜR ZÜGE
PROJEKT CONNECTA: NÄCHSTE GENERATION DER ZUGSTEUERUNG

PROJEKT CONNECTA: NÄCHSTE GENERATION DER ZUGSTEUERUNG

PROJEKTZIEL:

Im EU-Projekt CONNECTA soll durch eine komplett neue Architektur des Zugsteuerungs- und Managementsystems (TCMS) eine ganze Reihe von Zielen erreicht werden: Gewichtsreduktion durch Einsparung von Verkabelung, Erhöhung der Verfügbarkeit, Kapazitätssteigerungen durch Kuppelbarkeit unterschiedlicher Fahrzeugtypen, Kosteneinsparung bei Engineering, Integration und Zulassung.

PROJEKTPARTNER:

UNSER BEITRAG:

Für unseren Kunden Siemens Mobility arbeiten wir an der Entwicklung der nächsten Generation des TCMS auf Basis neuer Kommunikationsstandards und Softwarekonzepte mit.

Wir definieren, implementieren und testen Schnittstellen für das sogenannte Function Open Coupling. Dies leistet einen Beitrag zur europäischen Normung mit dem Ziel, Fahrzeuge unterschiedlicher Baureihen und sogar Hersteller zukünftig nicht nur mechanisch kuppelbar, sondern auch im Passagierbetrieb gekuppelt betreibbar zu machen.

Die Umsetzung funktional verteilter Softwarestrukturen (Functional Distribution Framework) verschiebt die Systemgrenzen der TCMS-Welt und eröffnet neue Wege für die Softwaregestaltung im Bahnbereich. Im Rahmen von CONNECTA definieren und integrieren wir Kommunikationsschnittstellen und -protokolle, um verteilte Software für die Zugsteuerung Realität werden zu lassen.

Insbesondere wirken wir an der Realisierung von Determinismus und Echtzeitfähigkeit bei der Kommunikation im TCMS auf Basis von TSN-Standards mit. Dabei integrieren wir neue Konfigurations- und Engineering-Ansätze und bauen an Demonstratoren zum Nachweis der Praxistauglichkeit der neuen, vereinheitlichten Netzwerkinfrastruktur mit. Damit können bisher getrennte Netzwerke und Anwendungen in Zukunft auf einer gemeinsam genutzten Infrastruktur aufsetzen. Weiterhin untersuchen wir den Drive-by-Data-Ansatz, um auf Basis von TSN-Kommunikation sicherheitsrelevante Funktionen mit geringerer Verdrahtung realisieren zu können.

Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.

PROJEKT ASTRID: AUTONOME STRASSENBAHN IM DEPOT

PROJEKTZIEL:

In diesem vom BMDV geförderten Projekt soll die Vollautomatisierung eines Straßenbahndepots konzipiert werden, basierend auf einer automatisch fahrenden Tram und einem digitalen Betriebshof. Am Beispiel des Verkehrsbetriebs Potsdam (ViP) wird die technische Machbarkeit prototypisch mit automatisch durchgeführten Servicefahrten demonstriert. Ein Beispiel ist die Fahrt durch eine Waschanlage zu einem Abstellgleis.

PROJEKTPARTNER:

UNSER BEITRAG:

Automatisierte Abläufe brauchen Daten. Unser Projektbeitrag ist die Konzeption eines cloudbasierten DataHub. Durch die prototypische Implementierung des DataHub steht eine zentrale Datendrehscheibe für die automatischen Servicefahrten zur Verfügung. Ob Zustandserfassung auf dem Fahrzeug oder Kommunikation zwischen Betriebshofmanagementsystem an Land und automatischem Fahrsystem auf dem Fahrzeug; ob Übertragung von Videodaten oder Deployment der digitalen Karte aufs Fahrzeug – der DataHub stellt die Daten bereit.

Mehr zum Projekt erfahren Sie hier.

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